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Richtlinien für die Kombination der Metamorphischen
Methode mit anderen Therapien
Die Richtlinie, dass es für Anwender ratsam sei, die
Metamorphische Methode bei ein und demselben Klienten nicht mit
anderen Therapien zu vermischen, ist von Anfang an umstritten
gewesen. Als ich die Metamorphic Association gründete
war es anfangs tatsächlich so, dass die Vorstandsmitglieder
und ich Robert St. Johns Standpunkt übernahmen, nach dem
es für eine Mitgliedschaft in der Metamorphic Association Bedingung
war, dass bei ein und demselben Klienten die Metamorphische Methode
nicht mit anderen Therapien vermischt wurde. Vor einigen Jahren
haben wir - angesichts des Grades an Bewusstheit, der Sensibilität
und Redlichkeit der Therapeuten, die zu einem Seminar mit der
Metamorphischen Methode kommen, diesen Standpunkt jedoch von „Bedingung“ zu „Richtlinie“ verändert.
Warum, werden wir immer wieder gefragt, vertreten wir diesen
Standpunkt?
Bei einem Blick auf die Natur, sehen wir, dass dem sich Wandelnden
eine Richtung innewohnt: die Pflanze ist schon im Samen enthalten,
der Mensch ist schon anwesend, wenn Samen und Ei verschmelzen.
Damit dies geschehen kann, ist ein ganz bestimmtes Umfeld oder
Setting nötig. Für den Samen stellt die Erde dieses
Umfeld zur Verfügung, für den Klienten tut es der Anwender.
Aus diesem Grunde ist die Nicht-Verhaftung so wichtig. Die Menschen
kommen zu einem Anwender, weil die Wandlung schon stattfindet
und sie ein Umfeld suchen, dass ohne Richtungsvorgabe ist. Wir
können dies mit einer Eichel vergleichen, die auf die Erde
fällt. Die innere Richtung der Menschen führt sie von
dem, wer sie sind, zu dem, was sie sein können und im Potential
schon sind: völlig verwirklichte Menschen. Auf diese Weise
wird die Einheit ihres Seins bejaht, und ihre Muster verwandeln
sich, um das zu offenbaren, was sie sind. In diesem Zusammenhang
kann es sein, dass ihre angeborene Intelligenz sie zu einer Therapie
leitet, zu einer Übung, einer Disziplin, einem Glaubenssystem,
einem spirituellen Streben, aber jetzt wird dieses Programm nicht
mehr von den Begrenzungen des Verstandes erschaffen, sondern
direkt von jener angeborenen Intelligenz. Therapien beinhalten
eine ‚Manipulation’ von Energien in eine bestimmte
Richtung. Das ist völlig berechtigt, denn Manipulation geschieht
ständig z.B. wenn wir essen oder Wasser trinken. Die übliche
Ausrichtung einer Therapie besteht darin, die Lebenskraft dabei
zu unterstützen, einen Menschen zu heilen, zu kurieren oder
ihm zu helfen. Bei der Metamorphischen Methode jedoch besteht
ein völliges Vertrauen darauf, dass die Lebenskraft des
jeweiligen Menschen genau das Richtige für ihn tun wird.
Erfahrung und Beobachtung haben bestätigt, woran Robert
St. John uns als Schüler ständig erinnert hat: dass
wir die Probleme und Schwierigkeiten der Klienten übernehmen,
wenn wir uns darauf einlassen. Mit der Metamorphischen Methode
eignen wir uns auf anderen Ebenen als der Ebene unseres alltäglichen
subjektiven Bewusstseins anscheinend ein sehr tiefes Wissen über
andere an. Falls an ein und demselben Menschen nach der Metamorphischen
Methode Therapien angewendet werden, kann der Anwender gewissermaßen
gar nicht anders, als dieses tiefe Wissen, welches er erlangt
hat, anzuwenden, und häufig kann er die darin liegende Macht
nicht handhaben. Das Zeitelement ist irrelevant, da dieses Wissen
außerhalb der Zeit bleibt. Deshalb reicht es nicht aus,
die Therapie auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.
Das oben Gesagte betrifft ausschließlich die Anwender.
Therapeuten können ihren Patienten eine Probestunde mit
der Metamorphischen Methode geben. Möchten die Patienten
dann jedoch gern mit der Metamorphischen Methode weitermachen,
empfehlen wir, ihnen zu sagen, dass Sie nur die eine oder die
andere Methode anwenden möchten und nicht beide. Dann liegt
die Entscheidung beim Patienten. Therapeuten finden es häufig
sehr praktikabel bei einer Gruppe von Klienten ihre Therapie
anzuwenden und bei einer anderen Gruppe die Metamorphische Methode.
Es ist kein Problem, bei einem Patienten von der Therapie, die
Sie ausüben, zur Metamorphischen Methode zu wechseln. Umgekehrt
entstehen oft Probleme, wenn bei ein und derselben Person von
der Metamorphischen Methode zu einer Therapie gewechselt wird,
wie z.B. Müdigkeit, Unkonzentriertheit, usw.
Klienten oder Patienten haben natürlich die Freiheit, auf
das zu hören, was sich für sie richtig anfühlt.
Das kann bedeuten, dass sie von der Metamorphischen Methode,
die sie von einer Person bekommen, zur Therapie mit einer
anderen Person wechseln. Sie folgen dabei dem Anstoß ihrer
angeborenen Intelligenz.
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