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Die Metamorphische Methode und das Feminine
Information
Es ist das Gefühl in jedem von uns, welches es uns möglich
macht, unsere konditionierte Form der Realitätswahrnehmung
zu umgehen. Zum Beispiel: dieses Möbelstück ist nicht
nur ein Stuhl, sondern auch ein Objekt der Schönheit. Wie
können wir also diese konditionierte Form der Realitätswahrnehmung
vermeiden? Indem wir neue Rezeptoren öffnen. Jetzt haben
wir auch die Energie dafür, denn die Erde wird mit neuen
Informationen überschüttet. Vor einigen Jahren erkannten
Wissenschaftler, das es einen Regen von Neutrinos gab, die auf
die Erde fielen. Diese stammten aus der Explosion einer Supernova
vor etwa 1.700 Jahren. In ungefähr drei Minuten durchkreuzten
die Neutrinos die Erde, gingen durch sie hindurch. Das gibt uns
eine Vorstellung von der Geschwindigkeit eines Neutrinos. Diese
Neutrinos sind Informationsträger. Warum ist Information
so wichtig? Wo findet man die Information über den Schmetterling?
Sie ist schon in der Raupe enthalten. Die Information über
die Eiche ist schon in der Eichel. Die gesamte Information war
schon am Anfang des Universums vorhanden, und diese Information
ging durch Kenosis, die Entäußerung, und begann, sich
als all die verschiedenen Bestandteile des Universums zu manifestieren,
einschließlich der Information über den voll verwirklichten
Menschen, der wir sein können. Diese Information ist schon
jetzt hier vorhanden. Es geht nicht darum, nach irgendwo da draußen
aufzusteigen, sondern darum, zu erkennen, was wir sind, was nur
durch das, wer wir sind, geschehen kann,.
Wer sind wir? Körper, Verstand, Emotion, Eigenschaften,
Verhaltensweisen, Persönlichkeit. All diese Dinge, über
die Bücher geschrieben werden und mit denen wir uns durch
die Berührung der Füße verbinden, zum Beispiel:
ein hervorstehender knöcherner Rand weist auf eine Energiekonzentration
hin, Hornhaut an der Seite des großen Zehs reflektiert
mentalen Widerstand gegen Autorität, Flüssigkeit um
das Fußgelenk herum bedeutet emotionalen Widerstand dagegen,
sich auf neue Rollen im Leben oder in der Gesellschaft einzulassen.
Das sind nur 4% dessen, was wir sind. Was ist dann mit den 96%?
Nehmen wir einen Kreis. An seinen Außenrand schreiben wir
die Worte Leben, Intelligenz und Schöpfung. Bei der Transformationsbewegung
gibt es zunächst eine Form und dann eine andere. Zwischen
den beiden gibt es einen Auslöser. Damit dieser Auslöser
wirken kann, muss es etwas jenseits davon geben, und das ist
das Leben, welches dann als außerhalb von Zeit, Raum und
Form existent betrachtet werden muss. „Jenseits der Zeit“ nennt
man in der esoterischen Literatur Ewigkeit, „jenseits des
Raums“ heißt Unendlichkeit und „jenseits der
Materie“ wird das Absolute genannt. Der Verstand liebt
diese Worte, versteht sie aber nicht wirklich, da er ein vom
Bewusstsein erschaffenes Werkzeug ist, um im Alltag zu funktionieren,
im Bereich der Dualität. Kommen wir in das Innere des Kreises.
Damit dieses Leben sich offenbaren kann, muss es durch die Ebene
von außerhalb von Raum, Zeit und Materie gehen. Leben wird
so zur Reinen Kraft, Intelligenz auf dem Weg zur Manifestation
wird Bewusstsein und Schöpfung wird Kommunikation / Verbindung,
was im Ergebnis zu einer neuen Information führt. (Hier
ist nicht die Kommunikation gemeint, die im Alltag über
Worte oder Emotionen stattfindet, sondern die Kommunikation in
der Einheit.) Auf der Ebene der Reinen Kraft, des Bewussteins
und der Kommunikation gibt es eine einzige Energie und den Tanz
der Formen, welcher Wandlung ist. Um es zusammenzufassen: die
Vereinigung von Reiner Kraft und Bewusstsein ist die Kommunikation
in der Einheit. Es gibt noch nichts, denn wir befinden uns außerhalb
von Raum und Zeit, im Formlosen. Wenn wir essen, führen
wir das Essen vom Tisch zum Mund: eine Bewegung der Veränderung
im Raum und Zeit. Wir kauen dieses Essen, welches so zu einer
breiartigen Masse in unserem Mund wird, die wir schlucken. Und
dann, was geschieht dann? Die Energie des Essens verwandelt sich
in die Energie des Körpers, und diese Transformation geschieht
automatisch, unbewusst und natürlich. Sie geschieht ohne
Anstrengung unsererseits. Wir befinden uns auf der Ebene wahrer
Handlung. Zeichnen wir jetzt einen weiteren Kreis innerhalb des
ersten. Innerhalb dieses Kreises befinden wir uns in Raum, Zeit
und Materie, im Bereich der Dualität. Hier findet die Bewegung
der Veränderung statt. Die Reine Kraft wird hier zum Energie-Aspekt,
Bewusstsein erschafft ein kleines Werkzeug mit Namen Verstand
und Kommunikation wird zum emotionalen Aspekt. Vom Anfang des
Universums bis jetzt befinden wir uns im Bereich der Dualität.
Es gibt zwei Punkte in der Zeit: von damals bis jetzt, und diese
Bewegung der Veränderung bringt Mühsal mit sich. Wenn
wir die Füße berühren, berühren wir die
Geschichte dieses Menschen. Als Anwender halten wir uns
aus dieser Geschichte heraus. Wir haben erkannt, dass die Transformation
der Muster in der Dimension der Einheit geschieht, und dass es
das Leben und die Intelligenz sind - jenseits von Raum, Zeit
und Materie - welche die Arbeit der Transformation leisten. (Siehe
den Artikel: „Die drei Bewegungen“.)
Wir sind, was wir suchen. Wenn wir weiterhin suchen, werden
wir niemals finden, was wir sind, da die Energie in das Suchen
gesteckt wird und nicht im Finden sein kann. Suchend befinden
wir uns im Bereich der Dualität, von hier nach da, in Raum
und Zeit. Was sind wir?
Die Wissenschaftler stimmen mit den Mystikern der Vergangenheit überein,
wenn sie sagen, Materie sei kristallisiertes Licht oder (wie
Dr. David Bohm vom Birkbeck College sagen würde) gefrorenes
Licht. Wale essen Plankton, welches sich vom Licht ernährt.
Wir essen Pflanzen, die sich am Licht mästen. Das gleiche
gilt für die Tiere, deren Fleisch wir essen. Alles ist aus
Licht gemacht. Wie beim Holzscheit, der ins Feuer gelegt werden
muss, damit sein Licht freigesetzt wird, müssen diese Energien
verbrannt oder destilliert werden. Bei der Metamorphischen Methode
werden durch unsere Nichtverhaftung die Energien unserer Blockaden,
die aus Licht gemacht sind, verbrannt. Das Licht wird frei. Uns
steht mehr Energie zur Verfügung.
Transformation ist eine Bewegung des Herzens. Durch das Herz-Zentrum
erleben wir die Erfahrung der Liebe. Die Beschaffenheit der Liebe
hat nichts mit der Zuneigung zu tun, die wir einander geben,
oder mit der romantischen Liebe, der wir verfallen. Das Herz
gedeiht durch die Liebe der Schöpfung, durch die Liebe des
Kosmos für all seine Bewohner. Diese Art Liebe fokussiert
sich nicht auf ein Objekt, ihre Existenz ist nicht von einem
anderen abhängig. Sie ist nicht sentimental, sie ist unpersönlich.
Sie ist kein Mittel zum Zweck, sie führt nicht zu einer
Ehe oder einer Beziehung, sie ist ihr eigenes Ziel. Dies ist
die Liebe, in der wir uns üben, wenn wir Sitzungen geben.
Wir lieben unsere Klienten so sehr, dass wir bereit sind, sie
so sein zu lassen, wie sie sind - in dem Bewusstsein, dass die
Lebenskraft transformieren, ihre Muster in Bewegung bringen und
verwandeln kann. Diese Transformation braucht eine Mutterleib-ähnliche
Struktur; die Struktur, die wir zur Verfügung stellen, ist
die Matrix der Nichtverhaftung, sie ähnelt dem Schoß der
Natur aller Bereiche der Existenz.....
Als Anwender rufen wir unsere Verbündeten an. Der
wichtigste ist das Wesen der Transformation. Transformation ist
tatsächlich ein eigenständiges Wesen, sie ist in der
Natur ständig wirksam. Wir sind Teil der Natur. Warum müssen
wir uns so abmühen? Warum erlauben wir diesem Wesen der
Transformation nicht, das Kommando zu übernehmen und die
Arbeit für uns zu erledigen?
Mit den neuen Energien, die auf die Erde kommen und in diesem
Teil des Kosmos aktiviert werden, dessen Frequenzen sich beschleunigen,
befinden wir uns im Moment in einem Prozess, der uns neue Rezeptoren öffnet.
Aber das geschieht nicht notwendigerweise über die fünf
Sinne, die wir bisher benutzt haben. Diese werden umgangen, damit
das limbische System direkt erreicht wird. Das bedeutet, dass
wir jetzt in der gleichen Lage sind wie Kinder, deren Rezeptoren
sich noch nicht durch Gewohnheit oder Konditionierung geschlossen
haben. Die Natur ist da, um uns zu helfen, neue Rezeptoren im
Gehirn zu öffnen oder alte Rezeptoren neu auszurichten,
welche durch den Gebrauch von Zucker, Chemikalien in Zigaretten,
Alkohol und Drogen verstopft worden sind. Mit der Öffnung
dieser neuen Rezeptoren erinnern wir uns vielleicht an die jüngeren
Entdeckungen der Neuen Physik, die erkannte, dass wir allein
durch das Beobachten von Ereignissen in uns oder um uns herum,
deren Ergebnis verändern, so dass wir alle aufgerufen sind,
uns neu zu schulen, was die Wahrnehmung der gewöhnlichen
Realität betrifft.
Durch die Metamorphische Methode entsteht nicht nur die Möglichkeit,
dass wir uns für die neuen Rezeptoren öffnen, sondern
auch die Fähigkeit, uns über die Information, die von
den Klienten kommt, zu erheben, um die einzig wirklich wichtige
Information zu begrüßen: dass sie lebendig sind und
dass dieses Leben Intelligenz ist. Leben und Intelligenz können
aus dem, wer sie jetzt sind, das erschaffen, was sie sein können,
was sie im Potential schon sind...
Mit dem Prinzip der Entsprechung, der Grundlage unserer Arbeit,
haben wir nicht länger eine lineare Struktur wie beim Prinzip
von Ursache und Wirkung, welches bei therapeutischen und medizinischen
Interventionen angewandt wird. Wir sind uns dessen sehr bewusst,
dass die Metamorphische Methode weder eine Therapie noch eine
Behandlung oder Massage ist. Der Anwender bietet den Klienten
einen Grund und Boden, der frei von jeder Richtungsvorgabe ist,
damit die Lebenskraft in ihnen die Richtung des Lösens finden
kann, der Transformation. In der Eichel ist die Richtung zur
Eiche schon enthalten. Sie wird die Erde als Katalysator nutzen.
Die Art, wie wir die Erde unseres eigenen Seins anreichern können,
ist die, aufmerksam für die Fakten zu sein und diese auf
sich beruhen lassen, denn wir erkennen, dass die Kraft des Fakts
ausreicht, um ihn von innen heraus zu verwandeln.
Betrachten wir noch einmal die Eieruhr. Wir sehen, es gibt einen
winzigen Punkt, durch den der Sand von einem Ende zum anderen
fließt. Wenn wir die Eieruhr horizontal hinlegen, hört
der Fluss auf. Alles ist in der Schwebe. Stellen wir die Eieruhr
aufrecht hin, setzt der Fluss wieder ein. Dies kann uns als gute
Analogie dienen, um das Thema von Sinn und Zweck zu betrachten.
Sinn und Zweck der Charakteristika des Lebens ist es, das Leben
und die dahinter liegende Intelligenz zu offenbaren. Das Leben
selbst hat keinen Sinn und Zweck. Im Rahmen von Therapien und
medizinischen Eingriffen besteht die Tendenz, nach der Ursache,
die sie nötig machen, zu suchen. Die Idee ist, dass das
Problem verschwinden kann, wenn die Ursache erkannt wurde. Aber
wieso hat das Problem die Tendenz, später wieder aufzutauchen?
Möglicherweise liegt es daran, dass sein Sinn und Zweck
nicht erfüllt worden ist. Das Leben erfüllt Sinn und
Zweck durch Transformation. Indem wir unseren Klienten eine Umgebung
geben, die frei von jeder Richtungsvorgabe ist, ist das so, als
ob wir ihnen eine Mutterleib-ähnliche Struktur zur Verfügung
stellten, also einen femininen Ansatz kultivieren. Man hat herausgefunden,
dass es der Fötus ist, welcher sich von der Mutter ernährt.
Als Anwender bieten wir unseren Klienten eine Mutterleib-ähnliche
Struktur, die Matrix der Nichtverhaftung. Während sie sich
ungezwungen an uns nähren, offenbart ihre eigene Lebenskraft
die Kraft, die Herrlichkeit und die Schönheit dessen, was
sie sind. Durch Resonanz offenbart sich das gleiche in uns.
Gaston Saint-Pierre
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