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Drei Bewegungen: Veränderung, Transformation, Leben
Es gibt verschiedene Energiebewegungen, die im Leben einer Pflanze,
eines Tieres und eines Menschen auftreten. Da ist zunächst
die Bewegung der Veränderung, die völlig auf Raum,
Zeit und Materie bezogen ist. Erfrischt von einem guten Schlaf,
stehen wir auf, gehen von einem Raum in den anderen, um das Frühstück
vorzubereiten, welches wir dann zu uns nehmen werden. Dies alles
sind Energiebewegungen, Bewegungen der Veränderung von einem
Zustand in einen anderen, von einer Zeitphase zu einer anderen,
von einem Raum zu einem anderen und schließlich von einer
Art Materie in eine andere, wie z.B. beim Essen, welches durch
das Kauen in unserem Mund zu einer pastenartigen Substanz wird.
Wir denken vielleicht an den neuen Tag und erstellen einen Zeitplan,
der die angenehmen Aktivitäten über den Tag verteilt.
Verstand und Emotion sind Bestandteil der Bewegung der Veränderung. (Wir
sollten uns der Verbindung Körper-Verstand-Emotion bewusst
sein, nicht nur der von Körper-Verstand).
Dualität ist die Grundlage der Veränderungsbewegung,
genauso wie die Polarisation. Ohne Dualität kann es keine
Bewegung der Veränderung geben. Dort, wo es mentale Projektionen,
wie z.B. Ängste, Schuld, Glaube, Hoffnung, Ideale, religiöse
Systeme und Spiritualität gibt, wird die Ignoranz kultiviert:
die Weigerung, Fakten als Wahrheiten zu erkennen, die durch die
Wahrnehmungsebene, auf der wir diese Fakten einordnen, begrenzt
sind. Wir bleiben auf der Ebene der Manifestation und Vermehrung
von Formen. Hier hat die Dualität ihre Wurzeln.
In der Dualität gibt es die Möglichkeit des Todes.
Tod ist das Ende der Bewegung der Veränderung, ob es nun
der Tod eines Baumes, eines Hundes, eines Ideals, eines Menschen
oder eines Sterns ist. Er bedeutet die Auflösung der Teilchen,
die diese Form bilden, und die Überlassung ihrer Energien
an den Kosmos.
Die Universellen Prinzipien, die auf dieser Ebene wirken, sind
Geschlecht, Ursache und Wirkung, Entsprechung, Rhythmus und Polarität.
(Siehe die Abbildung am Ende dieses Artikels. Das oben Erwähnte
gehört zum inneren Kreis.)
Betrachten wir nun eine andere Energiebewegung: die Transformationsbewegung,
die wir täglich in unserem Leben erfahren. Wenn wir essen,
verliert die Nahrung ihre Form und ihre Energie wird freigesetzt,
damit der Körper überleben kann. Die Energie der Nahrung
verwandelt sich in den Körper. Diese Transformationsbewegung
können wir auch in der Natur finden: die Energie des Samens
löst sich in der Pflanze auf, die Energie der Raupe wird
freigesetzt und formt einen Schmetterling, die Energien des Spermas
und des Ovums erschaffen eine Zygote, welche sich in einen Menschen
verwandelt. Hier vergeht die Form als solche, und die dadurch
freigesetzte Energie erschafft eine neue Form. Man kann sagen,
dass auf der energetischen Ebene eine Kontinuität des Seins
besteht. Nur die Form ändert sich.
Gibt es einen Unterschied zwischen den Veränderungen eines
Eiswürfels in eine Wasserlache und zu Dampf, wenn wir diese
Veränderung mit einer Eichel, die sich in eine Eiche verwandelt,
vergleichen? Für die Veränderung der Form von Eis zu
Wasser ist es notwendig, eine äußere Energiequelle
hinzuzufügen, z.B. in der Form von Feuer. Die Bewegung ist
umkehrbar, sobald die Energiequelle entzogen wird. Wenn es sich
jedoch um die Energie einer Form selbst handelt, die sich in
eine andere Form verwandelt, dann ist diese Bewegung nicht umkehrbar.
Ein Schmetterling wird sich nicht zu einer Raupe zurückbilden.
Diese Art der Transformation ist von Anfang an automatisch, natürlich
und unbewusst, da das Bewusstsein einer Form, die sich in eine
andere verwandelt, am Anfang weniger entwickelt zu sein scheint
als am Ende. Hier findet eine andere Art Tod statt, der Tod einer
Form, damit eine andere Form entstehen kann. Bei uns Menschen
tritt der Tod oder das Ende der Formen von Sperma und Ovum ein,
damit die Zygote erschaffen werden kann. Diese Zelle entwickelt
sich zu einem Embryo, zu einem Fötus und schließlich
zu einem Menschen. In Bezug auf die Art des Seins kommt es zu
einer Transformationsbewegung, da das Bewusstsein des Fötus
ein anderes ist als Bewusstsein des Babys und sich unterscheidet
von dem des Erwachsenen und des voll verwirklichten Menschen.
Aber während all dieser Manifestationen bleibt die Energie
ein und dieselbe. Wir scheinen uns daher auf einer Ebene zu befinden,
die die Aspekte von außerhalb von Raum, Zeit und Materie
ausdrückt, der Ebene der Einheit. Diese Ebene ist die Matrix
der vorherigen Ebene, auf der die Ebene der Veränderung
stattfand. Die Prinzipien, die hier wirken sind: Schwingung,
Geistigkeit,/Kreativer Impuls, Einsicht/Illumination, Offenbarung
und Kommunikation/Kommunion/Harmonie (Der Inhalt der letzten
zwei Absätze ist im mittleren Kreis der Abbildung
wiedergegeben).
Damit die zwei vorherigen Bewegungen der Veränderung und
der Transformation stattfinden können, braucht es eine Grundlage
oder einen Ursprung. Die höchste Matrix, falls wir versuchen
dürfen, sie zu beschreiben, wäre nichts anderes als
Leben, Intelligenz und Schöpfung, die jenseits von Zeit, Raum
und Materie oder Form eins sind: ewig, unendlich und absolut.
Dies scheint ein Ursprung jenseits des Manifesten und Nicht-Manifesten
zu sein. Aus unserer Sicht können Ordnung und ein Gefühl
des Sinns abgeleitet werden, wenn wir beobachten, dass das Leben
immer auf die Verwirklichung seines höchsten Potenzials
hin wirkt. (Die Darstellung dieses Absatzes finden Sie im äußeren
Kreis).
Gaston Saint-Pierre
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